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Unser Auftakt macht Lust auf mehr!

Bericht: Andrea Schwiebert; Fotos: Tobias Daur; Video: Lisa Tschorn

Am Samstag, 17. November haben wir ein Experiment gewagt: Können zwei Dutzend einander fremde Menschen konstruktiv zusammen an Fragen rund um unseren Netzwerkaufbau arbeiten?

 

Inzwischen kennen wir die Antwort: Ja, das kann gelingen! Jedenfalls im schönen Kreativhaus in Münster und mit den aufgeschlossenen Teilnehmenden, die unserer Einladung zum Auftakt von Talents for Change gefolgt sind!

 

Nathalie Nehues und das Kreativhaus-Team haben gastfreundlich und kompetent für das passende Ambiente gesorgt. Lisa Tschorn hatte die tolle Idee, die Teilnehmenden vorab nach ihrem ‚Zukunftsthema, das mich bewegt‘ zu fragen und diese Themen mit auf die Namensschilder zu drucken. So kamen alle von Anfang an miteinander ins Gespräch. Beim leckeren Mittagessen, das Nadja Klein uns beschert hat, wirkten die Tischgespräche schon so vertraut, als säßen lauter Freunde miteinander im Café.

 

 

Zu Beginn des Auftakts und zum Ausklang beschenkte Rosa Latour uns mit vier sehr schönen Stücken aus ihrem Soloprogramm (Klavier & Gesang) „How good it feels“.

 

Wer wollte, konnte in der Mittagspause zum Erwachen aus dem Suppenkoma an einem von Selma Emiroglu angeleiteten Circle Singing teilnehmen – auch das ein beflügelndes Erlebnis.

 

 

Die Rahmenbedingungen stimmten also schon einmal und haben es uns erleichtert, unter einander unbekannten Menschen und in wenigen Stunden erstaunlich konstruktiv miteinander zu arbeiten.

Andrea Schwiebert erläuterte das Konzept und die Ziele des neuen Netzwerks Talents for Change in einem kurzweiligen Vortrag und betonte dabei, dass das Netzwerk zwar Hochbegabten einen Raum für Austausch und Arbeit an Zukunftsthemen bieten will, diese Wahl der Zielgruppe aber keineswegs eine Bewertung von „intelligent = besser“ bedeutet. Talents for Change als Netzwerk sei ein Rahmen, den die Netzwerkmitglieder nun selbst mit unterschiedlichsten Ideen und Projekten füllen könnten. (Den gesamten Vortrag könnt ihr im Video unten sehen!)

In zwei Workshop-Blöcken nutzten die Teilnehmenden dann am Vor- und Nachmittag die Gelegenheit, Ideen zu Zielen, zur persönlichen Motivation, zu gelungener Zusammenarbeit, wirksamen Handlungsoptionen und Organisationsformen des Netzwerks zu diskutieren und präsentierten die Ergebnisse am Ende im Plenum. Bei der Workshop-Moderation wurden Lisa und Andrea von Selma und ebenso von Tobias Daur tatkräftig unterstützt. Heraus gekommen sind dabei eine Vielzahl an praxistauglichen Anregungen, die wir im Talents for Change Team nun aufgreifen und peu à peu in unsere Planung einfließen lassen werden.

 

Typisch für Hochbegabte, wurden immer wieder verschiedene Perspektiven zugleich berücksichtigt: „Um etwas zu bewegen, sollten wir einerseits schauen, auf welchen Wegen wir möglichst viele Menschen erreichen – und andererseits Wege finden, um die ‚richtigen‘ Leute zu erreichen.“ Oder „Es sollte eine Doppelstruktur geben mit einerseits überregionalen inhaltlichen Gruppen für bestimmte Themen oder Projekte und andererseits Lokalgruppen vor Ort.“ 

Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit umfassten für die Teilnehmenden ein breites Themenspektrum von Klima- und Umweltschutz bis zu Bildung, von neuen Wirtschaftssystemen bis hin zu Menschenrechten und Demokratie. Mehrere Teilnehmende betonten, wie wichtig ihnen ein wohlwollender, wertschätzender Umgang auch mit Andersdenkenden sei – und diese Haltung prägte auch die Atmosphäre beim Auftakt.

 

Am Ende konnten alle viel Inspiration, neue Kontakte und Lust auf zukünftige Netzwerkprojekte mit nach Hause nehmen. Als Talents for Change Team sind wir glücklich und dankbar für diesen tollen Auftakt!

 

Hier einige Rückmeldungen von Teilnehmenden:

Lisa:

"Mit nach Hause nehme ich eine Riesenportion Inspiration und den Eindruck, dem Start eines außergewöhnlichen Netzwerks beigewohnt zu haben. Wie bei einem guten Roman bin ich gespannt, wie es weiter geht. In Gedanken mache ich mir nun immer wieder Notizen zu künftigen Projekten."

 

Tobias:

"Talents for Change ist eine Chance. Einerseits für Hochbegabte, die es als wohltuend erleben, unter ihresgleichen zu sein, andererseits für den sozialökologischen Wandel, der auf gute Ideen und viel Hirnschmalz angewiesen ist."

 

Katharina:

"Ich habe die Atmosphäre an diesem Tag als sehr entspannt erlebt - wir alle sind wohl mit einer großen Offenheit sowohl auf die Menschen hin, die uns begegnen, als auch auf das was sie an Erfahrungen und Ideen mitbringen am Samstag nach Münster gekommen. Ich habe es sehr genossen, in diesem von mir als rund empfundenen Kontext - wozu auch die gute Musik, die leckeren Suppen, die Gelegenheit zum Austausch untereinander und die freundliche Erinnerung an die Zeit kurz vor Workshopende zu zählen sind - mit anderen Menschen konzentriert thematisch zu arbeiten.

 

Für die Zukunft würde ich mir eine Veranstaltung wünschen, die Raum für die Vorstellung konkreter Projekte bietet und Gelegenheit, Ideen Fragestellungen und Lösungsstrategien zu sammeln, an schon Vorhandenes anknüpfen zu können ... - denn weder muss jede*r das Rad selbst erfinden noch braucht jede*r immerzu ein eigenes - also quasi ein „Open-Source-ProjektIdeen-Sharing“. "

Martina:

"Ich fand es sehr schön, Gleichgesinnte zu treffen und war positiv überrascht, dass wir auf so viele Ergebnisse gekommen sind, ohne uns zu kennen und in relativ kurzer Zeit."

 

Selma:

"Herzlichen Dank für dieses feine Treffen! Die wachen Augen der Teilnehmer, die freundliche inspirierende Atmosphäre und die unterschiedlichen schönen Begegnungen tauchen in meiner Erinnerung auf, berühren mich. Ich fühlte mich gestern Abend unglaublich erfüllt, lebendig und warm, genoss die geistige Weite und bin ganz "satt" zu Hause angekommen.  Den Vortrag fand ich angenehm prägnant, durch die Bilder lebendig. Das Hervorheben, dass ihr euch Umsetzung und nicht nur Träumer wünscht, sprach mich an. Danke für dieses Geschenk!"

 

Lars:

"Es war sehr anregend, sich einen (halben) Tag lang mit interessanten Menschen in einer angenehmen Atmosphäre austauschen zu können. Weitere Treffen in überschaubarer Runde, aber auch Barcamps würden mich sehr interessieren."

Alison:               

"Das Besondere für mich war, interessante Menschen kennen zu lernen, die u. a. ähnliche Vorstellungen zu bedeutenden Themen haben. Mitgenommen habe ich Inspiration und Bestätigung."

 


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